7 Göttinnen im Kino

Benfiz-Matinée zugunsten der Landshuter Frauenhäuser

 

Quelle Filmplakat: onetwofilms

vo.li.: Gaby Schramm (Soroptimist-Club Landshut) im Gespräch mit Katja Glies (Leiterin Awo-Frauenhaus & LIS) und Sarah Haide (Sozialarbeiterin Caritas-Frauenhaus)

vo.li.: Gaby Schramm (Soroptimist Landshut), Katja Glies (Leiterin AWO-Frauenhaus und LIS), Sarah Haide (Sozialarbeiterin Caritas-Frauenhaus), Dr. Thomas Haslinger (Zweiter Bürgermeister), Gabriella Freifrau von Nostitz (Vizepräsidentin) und Uta Obermeier (Programmteam Soroptimist Landshut) Fotos: Rottensteiner

Orange the World! 

Anlässlich der Orange Days – der UN-Kampagne „Stopp Gewalt gegen Frauen!“ -  lud der Soroptimist-Club Landshut am Sonntagvormittag zu einer Benefiz-Matinée zugunsten der Landshuter Frauenhäuser ein. Rund einhundert Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt und das Kino komplett ausverkauft - trotz des schwierigen Themas.  

Gabi Schramm, vom Programmteam der Landshuter Soroptimistinnen und Organisatorin der Veranstaltung, begrüßte die Gäste: „Wir sehen, wie wichtig das Thema STOPP GEWALT GEGEN FRAUEN ist.“, häusliche Gewalt habe sich seit 2013 verdreifacht und besonders digitale Gewalt nehme unter den 18-28jährigen rasant zu. Umso mehr Grund den Blick darauf zu lenken: „Nicht wegschauen, sondern genau hinsehen“. 

Der zweite Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger äußerte in seinem Grußwort ebenfalls seine Betroffenheit zu dem Thema „Gewalt gegen Frauen“: Er ging auf die Lage ein, belegte sie mit Zahlen und signalisierte seine Unterstützung. “In kriegerischen Konflikten wird Gewalt gegen Frauen regelmäßig als Waffe eingesetzt, das ist für uns unvorstellbar!“.  

Katja Glies, Leiterin des AWO-Frauenhauses und der L.I.S. (Landshuter Interventionsstelle), berichtete gemeinsam mit Sarah Haide, Sozialarbeiterin im Caritas-Frauenhaus, aus ihrem Arbeitsalltag: „In Landshut haben wir zwei Frauenhäuser, mit immerhin 15 Schutzplätzen und 5 Wohnplätzen für den Übergang, aber die sind auch für den ganzen Landkreis gedacht, bis nach Dingolfing und ins Rotttal. Außerdem erweist sich eine Unterbringung der Frauen in der gleichen Stadt mit der bedrohenden Person nicht selten als sehr schwierig.“ Auch im Internet nehme die Gewalt sprunghaft zu und die Mitarbeiterinnen von AWO und Caritas würden zunehmend damit konfrontiert. Gerade bei Trennungen würden Frauen verstärkt gestalkt und mit Hass-Kommentaren überschüttet. Das erfordere zunehmend Schulungen und Weiterbildung aller Beteiligten im digitalen Bereich.  

Nach dieser Einstimmung fesselte der Film „7 Göttinnen“ das Publlikum von der ersten Szene an: die indische Tragikomödie von Pan Nalin erzählt von 7 Freundinnen, die sich jeweils auf ihre Art im Alltag zur Wehr setzen und sich bei einem Junggesellinnen-Abschied treffen - eine bestürzende Geschichte, eine Achterbahnfahrt der Gefühle und am Ende steht die klare Botschaft: „Stand up for women“.  

Die Matinée endete mit spontanem Applaus und viele Gäste diskutierten das Thema weiter, bevor sie das Kino nachdenklich verließen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden insgesamt 560,-€ vom Publikum für die Landshuter Frauenhäuser gespendet. 




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