Ein Abend voller Überraschungen
vo.li.: Birgit Adolf, Christl Adolf, Julius Steinbach, Andrea Millett und Evelyn Engelhardt-Westermeier Foto: Rottensteiner
Wer trotz eisiger Wetterprognosen am ersten Sonntag des neuen Jahres den Weg in die Mehrzweckhalle des Gymnasiums Seligenthal fand konnte ein ganz besonderes Neujahrskonzert erleben.
Die Stadträtin Patricia Steinberger überbrachte die Grüße der Stadt Landshut und des Oberbürgermeisters Putz. Sie dankte den Veranstalterinnen für ihr soziales Engagement für Frauen und Mädchen in der Region und verband ihre Wünsche für ein gesundes und vor allem friedliches 2025 mit dem Gedanken an die Zukunft und was das neue Jahr wohl bringen wird: „es wird ganz bestimmt auch Positives und Schönes mit dabei sein!“
Bereits zum dritten Mal hatte der Soroptimist-Club Landshut diesen Abend organisiert und vor Beginn griff die Pianistin des Abends zum Mikrofon und erklärte mit launigen Worten: „die Zuhörer werden unser Ensemble sehr verändert finden – passend zum Veranstalter des Abends spielt heute eine reine Frauenband die Instrumente“. Vier von sechs Künstlern waren im Vorfeld erkrankt, wortwörtlich im letzten Moment wurde Ersatz gefunden und so sangen und musizierten Kerstin Turnheim (Mezzosopran), Julius Steinbach (Tenor), Evelyn Engelhardt-Westermeier (Flöte), Birgit Adolf (Violine), Andrea Millett (Cello) und Christl Adolf (Klavier). Den ganzen Tag hatten die gemeinsamen Proben gedauert und die gute Laune des Ensembles sprang sofort auf die mehr als 500 Gäste über.
Nach der Ouvertüre von Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ ging es weiter mit Auszügen aus der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart und dem „Vogelhändler“ von Carl Zeller. Mit dem Lied „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ und dem Duett „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauß Sohn bezauberten die Künstler das Publikum.
Gebannt lauschten die Zuhörer Julius Steinbach in der Rolle des Wachsoldaten mit dem „Wolgalied“ aus der Operette „der Zarewitsch“, und bei dem Duett „Komm mit nach Varasdin“ aus der „Gräfin Mariza“ zeigten die beiden Sänger ihr schauspielerisches Talent und legten ein kurzes Tänzchen aufs Parkett.
Mit der Zugabe „Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände“ aus Paul Abrahams Operette „Viktoria und ihr Husar“ fand das Programm einen leisen, fast nachdenklichen Ausklang, und der Abend endete mit Standing Ovations des Publikums – und niemand stimmte der Befürchtung von Christl Adolf zu „nicht dass Sie nachher sagen, Sie hätten das Konzert halt bloß mit der Zweitbesetzung gehört“.
In der Pause konnten sich die Gäste ausgiebig stärken: traditionell standen Wein, Sekt und alkoholfreie Getränke ebenso bereit wie hausgemachtes Fingerfood - und wer wollte, konnte sich an einer kleinen Schautafel über einige der Projekte und Aktionen der Landshuter Soroptimistinnen informieren.