Orange Days 2024

Verhüllungsaktion              "SKULPTURE IN ORANGE"

 

vo.li.: Patricia Steinberger (Stadträtin Landshut), Ruth Müller (MdL), Fritz Wittmann (stellvertretender Landrat), Alexander Putz (Oberbürgermeister Landshut), Katja Glies (Leiterin AWO-Frauenhaus und LIS), Beatrix Enzenbach (Vizepräsidentin Soroptimist-Club Landshut), Gabi Unverdorben (Leiterin Caritas-Frauenhaus), Rosi Steinberger, Christoph Lingott (Sparkasse Landshut) Foto: Rottensteiner

Auch digitale Gewalt ist Gewalt!

Soroptimistinnen setzen Zeichen gegen Machtmissbrauch im Netz

Der Soroptimist-Club Landshut beteiligt sich auch in diesem Jahr an den Orange Days, einer weltweiten Kampagne zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen und schliesst sich mit der Verhüllungsaktion SCULPTURE IN ORANGE der Kampagne ReadTheSigns2024 von Soroptimst Europa an -  Ziel ist es, auf die immer weiter zunehmende digitale Gewalt im Netz und deren Anzeichen aufmerksam zu machen.

Die Mitglieder des Soroptimist-Cubs Landshut verhüllten die Figur des Künstlers Karl Reidel am Bischof-Seiler-Platz in Landshut mit orangem Stoff, vom 25. November bis zum 10. Dezember 2024 rückt der Club so  das Thema „Cyber-Gewalt erkennen und bekämpfen“ in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Cyberstalking, Nötigung und Bedrohung sind an der Tagesordnung: das Lagebild „geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichteter Straftaten“ des Bundeskriminalamtes beleuchtet erschreckende Zahlen  - mehr als 17.000 Frauen und Mädchen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland Opfer von digitaler Gewalt, die unter anderem über soziale Medien begangen wurde. Und die Dunkelziffer ist wahrscheinlich wesentlich höher.

„Die Zahlen und Fakten zeigen, dass Hass und Gewalt gegen Frauen ein zunehmend gesellschaftliches Problem sind. Dabei ist der digitale Raum ein Treiber. Mehr als 180.00 Frauen wurden im letzten Jahr Opfer häuslicher Gewalt!“ sagte Trixi Enzenbach, Vizepräsidentin des Soroptimist-Clubs Landshut beim Start der Aktion. Die Hasskriminalität gegen Frauen nimmt immer weiter zu, deshalb ist Prävention wichtig und „besonders für junge Menschen gilt: erst nachdenken, dann klicken, Vorsicht beim Posten und bei Missbrauch Hilfe in Anspruch nehmen!“  

Der Oberbürgermeister von Landshut, Alexander Putz, schilderte in seiner Ansprache seine persönlichen Beobachtungen in Landshut, besonders betroffen mache ihn die zunehmende Verrohung der Sprache, nicht nur in den digitalen Medien: „darin liegt der Anfang von Gewalt“.

Im Anschluß übergab Trixi Enzenbach im Namen des Vereins „Soroptimistinnen Landshut helfen e.V.“ eine Spende von jeweils 500,-€ an die anwesenden Leiterinnen der beiden Landshuter Frauenhäuser, Gabi Unverdorben (Leiterin Caritas-Frauenhaus) und Katja Glies (Leiterin AWO-Frauenhaus und LIS).

Bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, bleibt die Figur verhüllt und die Soroptimistinnen rufen so alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich mit ihnen für ein gewaltfreies Internet einzusetzen - Ziel ist es gemeinsam für mehr Respekt im digitalen Raum zu sorgen und besonders Frauen und Mädchen vor Cyber-Gewalt zu schützen.

 

 




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